
Caroline Fankhauser

Silvan Jeger

Michael Vogt
Caroline Fankhauser
Née en 1988 à La Chaux-de-Fonds, Caroline Fankhauser vit aujourd’hui à Chaumont, sur les hauteurs de Neuchâtel. Elle exerce le métier de psychologue-psychothérapeute, une profession passionnante qui constitue une source d’inspiration importante dans son écriture. Après avoir exploré le format court à travers plusieurs nouvelles, elle se consacre désormais à la rédaction de son premier roman.
Texte envoyé : Dérangé
Les raisons du jury :
Un homme retranché dans la maison de son enfance refuse le vide, le tri et la disparition. Entassant des objets, des papiers et des souvenirs comme autant de remparts contre le temps, il confond la demeure, ses parents perdus et sa propre survie. Quand le monde extérieur vient l’arracher à ce refuge, il choisit l’incendie plutôt que l’abandon.
Silvan Jeger
Silvan Jeger wurde 1985 in Olten geboren und lebt heute mit seiner Familie in Zürich und Berlin. Seine berufliche Tätigkeit ist einserseits bestimmt von einem Interesse an unterschiedlichster Musik und den jeweiligen Funktionsweisen und Produktionsverfahren sowie deren Vermittlung, andererseits beschäftigt sich Jeger intensiv mit dem Verfassen von Texten. Derzeit steht ein Romanmanuskript kurz vor dem Abschluss, das um unaufhaltsam wachsendes Ungeziefer, künstlich intelligente Autos und die sich anbahnende Klimakatastrophe kreist.
Eingereichter Text: Milch
Jurybegründung:
In Lolas Wohnung gibt es für jede Verrichtung ein modifiziertes Tier. Die Tiere sind in Apparaturen integriert und liefern Nahrung, dienen als Kleidung oder machen sauber. Die Anwendungen laufen effizient und automatisch, dennoch lockert Lola den Halterungsgurt der Maschine, die den Kiefer ihrer Windhündin einspannt, bevor sie Milch rauslässt. Durch konsequentes Durchdeklinieren eines engen Verhältnisses von Mensch, Tier und Maschine drängen sich im Text von Silvan Jeger viele Fragen auf.
Michael Vogt
Michael Vogt, geboren 1968 im St. Galler Rheintal, studierte Umweltnaturwissenschaften an der ETH Zürich und arbeitet als Lehrbeauftragter und selbständiger Unternehmensberater. Er absolvierte den Diplomlehrgang für Literarisches Schreiben des Schreibwerk Ost. In «Doch sie wollen nicht vergessen sein!» schreibt er über seine Erinnerungen an die Krankheit und den frühen Tod seiner Schwester. Die Montage aus sieben autofiktionalen Kurzgeschichten wurde 2025 in der «Werkschau» von Michèle Minelli und Peter Höner veröffentlicht; mit den darin enthaltenen Texten «Die Tür» und «Das Fenster» qualifizierte er sich u.a. beim Kurzgeschichten-Wettbewerb 2024 des Stadtzürcher Debattierhauses Karl der Grosse.
Eingereichter Text: Das Fenster
Jurybegründung:
Ein Kind wartet im Spielzimmer des Spitals, in dem seine kleine Schwester liegt, die Krebs hat. Zu ihr darf es nicht. Wenigstens gibt es das «Fenster» aus Holzklötzen, hinter dem seine Träume weiterleben, und es gibt das andere Kind, das zu ihm hereinkommt und selbst einen kahlen Kopf hat. Es schaut auch durch das «Fenster», und lächelt. Der behutsame, berührende Text zeigt die Härte der unheimlichen Krankheit von aussen und von innen; schonungslos, ernsthaft und doch in tröstlichen Bildern.