
Im Sinne des Mottos der Solothurner Literaturtage «Anfänge.Débuts.Inizi.Entschattas» hat sich eine «groupe de réflexion» zusammengesetzt und in drei Sprachen darüber diskutiert, welche literarische Zukunft wir wollen. Alle sind sich einig, dass die Literatur ein stärkeres Gewicht in der Öffentlichkeit, in der Kulturpolitik verdient. Mehr
In den drei vergangenen Tagen wurden gemäss einer ersten Hochrechnung rund 15'000 Eintritte gezählt.
Es gibt Tage, da schreibt H. Gedichte – aber nur, wenn es ihm sehr schlecht geht. Also selten. H. ist ein kluger Mensch, also wirft er seine Gedichte nach spätestens drei Tagen fort. Kluge Menschen werfen ihre Gedichte fort, vernichten sie, weiss H. Er aber wirft seine Gedichte nicht fort, weil er klug sein will, sondern weil er an ihrer Unvollkommenheit leidet. Denn H. ist Poet. Poeten leiden an der Unvollkommenheit ihrer Gedichte. Je grösser der Poet, desto tiefer das Leiden. Die grössten Poeten leiden so sehr an der Unvollkommenheit ihrer Gedichte, dass sie sie auf der Stelle vernichten müssen. Noch grössere Poeten würden aus Scham niemals Gedichte schreiben, kein einziges, wären also gar keine Poeten, denkt H.
(Aus: H. stellt sich vor)
Die Gewinner des OpenNet 2013, des traditionellen Schreibwettbewerbs der Solothurner Literaturtage, sind bekannt.
Die 36. Solothurner Literaturtage finden statt vom
30. Mai – 1. Juni 2014.
Zum Programm der: 35. Solothurner Literaturtage 2013

Hier finden Sie die Literaturtermine 2013.
Das Plakat 2013, gestaltet von Blanc de Titane, Zürich