Rolf Niederhauser

Geboren 1951 in Zürich, heute in Basel wohnhaft. Lehre als Elektromonteur, danach Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Basel. Journalist und seit 1988 freier Schriftsteller.

Werke (Auswahl)

Seltsame Schleife.
Rotpunkt Verlag, 2014

Kältere Tage.
1980

2014

Seltsame Schleife

Rotpunkt Verlag, 2014

Ein Telefonat wirft Pit Dörflinger aus der Bahn. Am Massachusetts Institute of Technology arbeitet er mit an einem Projekt über das Rätsel des menschlichen Bewusstseins. Unversehens wird er mit dem eigenen Bewusstsein und seinen mysteriösen Prinzipien konfrontiert. Rolf Niederhauser meldet sich nach langer Absenz mit einem kühnen Roman zurück.

Aus: Rolf Niederhauser. Seltsame Schleife. Rotpunkt Verlag, 2014

Anders als beim Salsa, wo das paar sich erst mal abstösst, (…) wird Bachata, Vallenato, auch Merengue eng getanzt. So eng, dass unsre hüften sich dabei beinah berührten. Wie zwei boote in den wellen da und dort zusammenstossen, so touchierten ihre schläfen hie und da leicht meine wangen. Und vom auftrieb der musik, in deren rhythmus weggetragen, hatten plötzlich meine beine ganz von selbst den trick erlickt. (…) Wie marionetten-glieder durften sie sich ziehen lassen, schleifen lassen, gehen lassen, (…) und als Flor Marina aufsah, war mir klar: das ist das glück!

Fr, 30.05.14, 20:30

Lesung
Landhaus, Landhaussaal
Moderation: Bernadette Conrad (DE)
2000

Aus: Seltsame Schleife, Roman, unveröffentlicht

Umgekehrt, aber, liest das lesewesen nie was es schreibt. Es schreibt was es liest, zeichen für zeichen, schreibt sich alles ein, automatisch und unbeirrt. Und das ist auch was wir meinen, wenn wir sagen: es realisiert sich. Zeichen für zeichen setzt es sich neu zusammen, schreibt sich selber um.
Ebenso realisiert es seine welt, realisiert es alle zeichen von denen es umgeben ist. Sie sind seine realität, seine wirklichkeit, die bewirkt was es ist, und die es seinerseits bewirkt, d.h. bearbeitet.
Was es beschreibt, aber, kann es nicht lesen. Während schreiben und lesen eins sind, besteht die entscheidende differenz zwischen schreiben und beschreiben. Und indem es sich immer weiter fortschreibt, erzeugt es seine welt aus dem nichts. Es beschreibt sie wie man eine leere wandtafel beschreibt, und wie die dabei entstehende figur den dunklen hintergrund beschreibt vor dem sie sich abzeichnet. Wobei: nur für uns, die wir es lesen, beschreibt es in seiner bewe-gung von zeichen zu zeichen eine solche figur, einen ablauf – wie ein planet seine umlauf bahn beschreibt. Oder wie eine ameise die auf dem weissen papier eine spur beschreibt, einen weg der nirgendwo zuvor existierte, und erst die beschreibung hat ihn hervorgebracht.

 

Fr, 02.06.00, 14:00

Lesung
Landhaus, Landhaussaal
Moderation: Felix Schneider

So, 04.06.00, 10:30

Podium
Zählen, erzählen. Wissen schafft Phantasie
Mit: Beat Mazenauer, Felix Schneider, Prof. Dr. Ulrich Stadler
Landhaus, Landhaussaal
1991
 

Fr, 10.05.91, 20:30

Podium
Die Dichtung liegt im Zeilenfall
Mit: Peter Kamber (DE), Stefan Keller, Gertrud Leutenegger, Gottlieb F. Höpli, Andreas Simmen
Landhaus, Säulenhalle
Moderation: Linus Reichlin
1990
 

Fr, 25.05. – So, 27.05.90, 10:00

Schreibwerkstatt
Schreibwerkstatt
Mit: Klaus Roehler
Palais Besenval, Saal Altreu
Moderation: Linus Reichlin
de/en
1980
 

Fr, 16.05.80, 10:00

Lesung
Kreuzsaal

Fr, 16.05.80, 17:30

Offener Block
Landhaus, Säulenhalle
Moderation: Peter Bichsel

Sa, 17.05.80, 14:30

Offener Block
Moderation: Peter Bichsel