Marion Graf

Marion Graf, née en 1954 à Neuchâtel. Traductrice de l’allemand et du russe. Elle a participé à de nombreuses initiatives destinées à vitaliser l’échange entre les littératures suisses. Critique littéraire spécialisée en poésie, elle est responsable de « La Revue de Belles-Lettres » depuis 2010.
(2018)

Werke (Auswahl)

Tout près du vent / Hart am Wind.
Éditions d'en bas, 2018

Culture de la catastrophe.
Editions Zoé, 2017

Vocation : promeneur.
Editions Zoé, 2016

L’Enfant du bonheur.
Editions Zoé, 2015

Lettres de 1897 à 1949.
Editions Zoé, 2012

Übersetzungen (Auswahl)

Frère Jacques.
Übersetzt von Marion Graf.
Editions Zoé, 1998

2018

Tout près du vent / Hart am Wind

Éditions d'en bas, 2018

Aus: Tout près du vent / Hart am Wind. Éditions d'en bas, 2018

Gang um den Felsen

Sich hineindenken
in den Stein.
Nur den Puls
der Äonen am Ohr
Schutt, Schutt, Schutt


Autour du rocher

Se mettre à la place
de la pierre.
Dans l’oreille
le pouls des millénaires:
Chute, chute, chute


Fr, 11.05.18, 12:00

Traductrice en portrait
Landhaus, Gemeinderatssaal
Moderation: Anne-Lise Delacrétaz
2013
 

Sa, 11.05.13, 11:00

Übersetzungsatelier
Traduction ... par... - Traduzione di...
Palais Besenval, Saal Altreu
Moderation: Franco Supino
de/it
2002

Frère Jacques

Editions Zoé, 1998

Aus: Jakob schläft. Eigentlich ein Roman. Haymon Verlag, 1997

Man habe die Vögel bis ins Nachbardorf schreien gehört. Mit brennenden Schwingen seien die Exoten im Käfig herumgeflattert, während Grossvater mit dem Gartenschlauch in der einen, einem Beil in der andern Hand gleichzeitig gelöscht und geschlachtet habe und vom Unterdorf her das Martinshorn allmählich näher gekommen sei.
Ein Lachender Hans ohne Kopf flog über den Gartenzaun aufs Bahngeleise hinaus, wo ihn später der Streckenwärter zwischen den rostigen Schwellen fand.
Die Brandstifter wurden nie erwischt. Und Grossvater liess von da an die Vögel bleiben, die mit ihren knarrenden Flüchen tagaus, tagein nur die Nachbarschaft genervt hatten.
Die eine der beiden Volieren diente uns später als Sandkasten. Hier buken wir Stangenbrote und Gugelhöpfe, bauten wir Schlösser, die Ritterburg, gruben wir uns auf den Erdmittelpunkt zu.
Und setzten wir am Tag nach der Sonntagsschule die Sintflut in Gang.

Sa, 11.05.02, 11:00

Übersetzungsatelier
Klaus Merz, Donata Berra, Marion Graf
Landhaus, Gemeinderatssaal
de/fr