Henriette Vásárhelyi

Geboren 1977 in Ostberlin. Lebt im Seeland. Die IT-Systemkauffrau studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig und Contemporary Arts Practice an der HKB Bern. Ihr Debütroman «immeer» war 2013 für den Schweizer Buchpreis nominiert. (2017)

dimace.de

Werke (Auswahl)

Seit ich fort bin.
Dörlemann Verlag, 2017

immeer.
Dörlemann Verlag, 2013

2017

Seit ich fort bin

Dörlemann Verlag, 2017

Mirjam fährt zur Hochzeit ihres Bruders in die Heimatstadt und wird dabei von Bildern und Geschichten aus der Kindheit und Teenagerzeit eingeholt. Der Roman erzählt nüchtern und sensibel vom Dazugehören, vom Fremdsein, von Sehnsucht, Ernüchterung und von Europa, das trotz aller Grenzen und Narben zusammenzuwachsen beginnt.

Aus: Henriette Vásárhelyi. Seit ich fort bin. Dörlemann Verlag, 2017

All die amerikanischen Schimpfwörter, die sie bei einem Aufenthalt im warmen Florida gelernt hatte, schickte sie quer durch das Viertel über eine Schneedecke, die in ihrem Entstehen schon wieder verschwand. Dennoch die frischen Flocken dämpften den Ausdruck ihrer Wut und verschluckten die Wörter, bevor sie sich verbreiten konnten. Anis stand in ihrem schicken Overall auf der Stufe zum Hauseingang und zitterte.

Lesung: Henriette Vásárhelyi und Valeria Heintges, 28.05.2017, SLT

Fr, 26.05.17, 11:30

Kurzlesung
Aussenbühne Landhausquai

So, 28.05.17, 13:00

Lesung
Landhaus, Säulenhalle
Moderation: Valeria Heintges

So, 28.05.17, 16:30

Textwerkstatt
Skriptor / Prosa, de
Mit: Zora del Buono, Christian Haller, Lucien Haug, Johanna Veszeli, Adrian Witschi
Landhaus, Seminarraum
Moderation: Donat Blum
2014

immeer

Dörlemann Verlag, 2013

Eva, eine junge Frau, wird gepeinigt von Erinnerungen an ihre Lebenszeit mit ihrem schwulen Freund Jan, den sie geliebt hat und der an einem Hirntumor gestorben ist. In verdichteter Sprache wird von Evas nicht abnehmender, sondern zunehmender Verstörung, ihrem Fallen aus der Welt, erzählt.

Aus: Henriette Vásárhelyi. immeer. Dörlemann Verlag, 2013

Wenn Jan so vor mir sitzt, unter der Decke auf der Couch vor dem Fenster seines Zimmers, Kopfhörer auf den Ohren. Wenn er plötzlich auflacht, dieses halllose Lachen, das ebenso schnell wieder abbricht, wie es in der Welt war. Dieses Lachen, das ich keinem Scherz zuordnen kann, weil ich nicht höre, was er hört.
Und jetzt: Da ist es wieder, dieses Lachen. Diese Verknüpfung zu der Welt von gestern. Monn lacht laut in sich hinein. Ich schmunzle zwischen den Welten zurück.


Fr, 30.05.14, 14:00

Lesung
Landhaus, Landhaussaal
Moderation: Bernadette Conrad (DE)