Emil Zopfi

Geboren 1943 in Wald (ZH). Studium der Elektortechnik. Lebt als freischaffender Schriftsteller in Zürich. Er schreibt Bücher für Erwachsene und Jugendliche sowie Reportagen, Kolumnen, Hörspiele, Fernsehspiele und Drehbücher. (2015)

www.zopfi.ch

Opere (Selezione)

Spurlos.
Limmat Verlag, 2007

Londons letzter Gast.
Limmat Verlag, 1999

Lebensgefährlich verletzt. Eine Nachforschung.
Limmat Verlag, 1984

2008

Spurlos

Limmat Verlag, 2007

Emil Zopfi kennt sich nicht nur mit Computern aus, er ist auch ein begnadeter Bergsteiger. Diese Liebe zu den Bergen schlägt sich nicht zuletzt in seinen Büchern nieder. Nach „Die Wand der Sila“ und „Steinschlag“ ist sein neuer Roman „Spurlos“ der dritte Band der Sila-Reihe. Erzählt wird die Geschichte eines Mannes, der spurlos in den Bergen verschwindet. Bergführerin Andrea Stamm macht sich auf, ihn zu suchen, nachdem sie die Letzte war, die ihn gesehen hat. Dabei begegnet sie einem Jungen und einem Arzt, der seinerseits auf der Suche ist nach der guten alten Zeit, die er aber im Bergdorf nicht mehr findet. Ein alpiner Krimi, spannend, schlicht und sinnlich.

Da: Emil Zopfi. Spurlos. Limmat Verlag, 2007

Ein Stein fiel, hoch über ihm in der Wand. Magnus erschrak, duckte sich hinter einen Block. Seine Knie zitterten. Vorsichtig hob er den Kopf, zog den Feldstecher aus dem Futteral, stützte die Ellbogen auf und suchte den Berg ab. Eine Gestalt glitt wie eine Spinne an seidenem Faden durch die Felswand in die Tiefe. Metall klirrte, als sie sich anklinkte, am Seil zog. Es löste sich, kringelte über Absätze und Stufen, Steine rieselten herab.

Lesung: Emil Zopfi, 02.05.2008, SLT

Ve, 02.05.08, 10:00

Lesung
Landhaus, Landhaussaal
Moderazione: Thomas Feitknecht
2000

Londons letzter Gast

Limmat Verlag, 1999

Da: Emil Zopfi. Londons letzter Gast. Limmat Verlag, 1999

Crick steigt mit einer Kerze in der Hand die Treppe ins Kellergeschoss hinab. Ein Gang führt weiter in ein modriges Gewölbe, das mit Spinnweben verhangen ist. Feuchtigkeit glitzert an den Mauern. Mit feierlicher Stimme kündigt er an: „Die grosse Maschine!“
Sie bleiben vor einem unförmigen Gebilde stehen, das mit fleckigen Leintüchern zugedeckt ist. Crick reisst sie mit einem Ruck weg, als ob er ein Denkmal enthülle. Kalk-staub rieselt zu Boden. Jedes Wort betonend sagt er: „Die grosse Maschine. Analytical Engine. Die grösste Denkleistung der Geschichte, materialisiert in einer genialen Konstruktion.“
Alex erblickt im Kerzenlicht ein verrostetes Monstrum aus Zahnrädern, verstaubten Nockenscheiben, Wellen, senkrecht aufragenden Ziffernwalzen, Zahnstäben, die wie Spiesse nach allen Seiten in die Dunkelheit stechen. „Speicherstäbe, dezimal“, erklärt Crick andächtig, beginnt eine Handkurbel zu drehen. Ächzend und klappernd setzt sich der Mechanismus in Bewegung, so mühsam und widerborstig, als habe er die letzten hundert Jahre vor sich hin gerostet. Das soll Zukunft sein? Der Mann ist vollkommen übergeschnappt!


Ve, 02.06.00, 10:00

Lesung
Landhaus, Landhaussaal
Moderazione: Felix Schneider
1984
 

Sa, 02.06.84, 13:30

Lesung
Kreuzsaal