Bettina Wegenast

Bettina Wegenast, geboren 1963, ist ausgebildete Lehrerin, besass zeitweise einen Comicladen und arbeitet heute hauptberuflich als Autorin für verschiedene Medien. Sie lebt in Bern und schreibt Kinderbücher, Theaterstücke und Hörspiele. Ausserdem beschäftigt sie sich mit digitalen Medien und spielt in ihrer Freizeit gerne Computerspiele. (2013)

www.bettina-wegenast.net

Opere (Selezione)

Ist da jemand? Umgang mit digitalen Medien.
SJW Schweizerisches Jugendschriftenwerk, 2012

Wolf sein.
Sauerländer Cornelsen Schulverlage, 2004

2013

Ist da jemand? Umgang mit digitalen Medien

SJW Schweizerisches Jugendschriftenwerk, 2012

Ums Chatten, Surfen und Gamen, um problematische Websites und um Cybermobbing und vor allem darum, wie man sich sicher in der Welt des Internets bewegt, geht es in ihrem aktuellen SJW-Heft Ist da jemand?. Ja, da ist jemand: Zusammen mit Salime und Leon, den beiden Hauptfiguren des Heftes, werden die Kinder in die Welt des Internet begleitet.

Ve, 10.05.13, 10:00

JuKiLi
Bettina Wegenast: Chatten, Surfen, Gamen
Altes Spital, grosser Saal
2004

Wolf sein

Sauerländer Cornelsen Schulverlage, 2004

Da: Bettina Wegenast. Wolf sein. Sauerländer Cornelsen Schulverlage, 2004

Rote Links ist allein. Seit der letzen Wäsche ist Rote Rechts weg. Einfach nicht wieder aufgetaucht. Seitdem ist Rote Links die einsamste Socke der ganzen Kommode.
Sie kann es einfach nicht glauben. Ihr ist das Schlimmste zugestossen, was einer So-
cke passieren kann! Wäsche um Wäsche vergeht, aber Rote Rechts kehrt nicht zurück.
Jonas, dem sie gehören, hat sie immer besonders getragen. Wie stolz waren sie doch immer gewesen, wenn er sie aus allen andern Socken ausgewählt und sie sich über die Zehen gezogen hat! Rote Links darf gar nicht daran denken.Vor Kummer verkriecht sich die traurige rote Wollsocke ganz zuunterst in der Kommodenschublade. Sie fühlt sich schon ganz fadenscheinig. Was mag Roter Rechts nur zugestossen sein? Ein Paar dünne schwarze Strümpfe hat einmal eine schreckliche Geschichte erzählt, von einem Monster, das in der Waschmaschine sitzt und Socken frisst. Damals haben die beiden Roten darüber nur gelacht. Sie waren doch für die Ewigkeit gestrickt worden! Ihnen konnte sowas nicht passieren! Aber nun hat Rote Links Angst. Sie weiss genau, dass einzelne Socken meist nicht lange in der Schublade bleiben. Man holt sie heraus und sie kommen nicht wieder. So verkriecht die einsame Rote sich immer tiefer in der Kommodenschublade und hofft, dass niemand sie sieht.
(Aus der Anthologie: Freunde fürs Leben)


Ve, 21.05.04, 10:00

JuKiLi
Stadttheater Theatersaal