Eva Maria Leuenberger, geboren in Bern, studierte an der Hochschule der Künste Bern und lebt heute in Biel. Leuenbergers Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Basler Lyrikpreis (2020), zwei Literaturpreisen des Kanton Bern (2020 und 2022), dem Orphil-Debütpreis der Stadt Wiesbaden (2020) sowie dem PoesieDebütPreis Düsseldorf (2021).
Das preisgekrönte Langgedicht spult, dreht und wickelt sich um zwei Figuren: flügchen und spinne. Sie liegen im Zimmer und starren sich an, Beute und Jägerin, Mensch und Tier, Angst und Begehren, Schuld und Abgeltung, entflügeltes Subjekt und verkrochene Natur. Leuenberger variiert starke Bilder, die einen Sog erzeugen. Rätselhaft und bedrohlich klettert die Sprache an einen Abgrund heran, hinter dem unser Verhältnis zur Natur unbeherrscht wird. Ausgezeichnet mit dem Schweizer Literaturpreis 2025.