Lesung

Ein Irokese am Genfersee

Dimanche, 15:00
2 juin 2019

Lieu: Landhaus, Säulenhalle
Modération: Florian Vetsch
 

Ein Irokese am Genfersee

Bilger Verlag, 2018

Der dokumentarische Roman erzählt die wahre Geschichte des Irokesenführers Deskaheh, der sich 1924 nach Genf aufmachte, um für die Sache seines Volkes vor dem Völkerbund einzustehen. Er hoffte, dass sein Stammesgebiet als autonomer Staat anerkannt würde. Obwohl es ihm gelang, ein medienwirksames Netz von Solidarität in der Schweiz und über deren Grenzen hinweg zu spinnen, scheiterte er letztendlich.

De: Willi Wottreng. Ein Irokese am Genfersee. Bilger Verlag, 2018

Und dann führt Junod den Irokesenchief durch die Sammlung, die sich in einer Genfer Villa befindet. Gravitätisch schreitet er von Vitrine zu Vitrine. Fotos von Eingeborenen: «Wir versuchen, das ursprüngliche Leben der Stämme zu zeigen», erläutert Professor Junod. Auf einigen Fotos ist wieder Junod selbst zu sehen, wie er, offenbar in Afrika, mit einem Schmetterlingsnetz durchs Unterholz spaziert. Und Menschenknochen sind da, was Deskaheh schaudern lässt. Wenn das seine Vorfahren wären.

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Willi Wottreng, geboren 1948 in Kreuzlingen. Er arbeitete als Lehrer und Journalist. Er ist Autor von Sachbüchern und Romanen und engagiert sich für die Rechte der Schweizer Jenischen, Sinti und Roma. Er lebt in Zürich.

williwottreng.ch

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