Podium

Dystopisches Schreiben

Samedi, 14:00
1 juin 2019

Lieu: Stadttheater, Theatersaal
Modération: Lucas Marco Gisi
 

 
 
Die Gegenwartsliteratur spielt auffallend oft in der Zukunft: Meist wird ein pessimistisches Bild einer Zukunft entworfen, geprägt von Katastrophen, Klimawandel, vom Verlust des gesellschaftlichen Zusammenhalts oder vom Zusammenbruch der Zivilisation. Das dystopische Erzählen vermag fiktive Welten zu entwerfen, die durch ihre Andersartigkeit fesseln, aber auch über die Zukunft eine kritische Sicht auf die Gegenwart zu entwickeln.
Warum faszinieren postapokalyptische Szenarien gerade auch jüngere Autor*innen? Sind Dystopien vor allem Ausdruck von Zukunftsängsten, oder gibt es auch eine ästhetische Lust am Weltuntergang? Was kann die Literatur über die Zukunft sagen, und welche Aussagen macht sie damit über die Gegenwart?

Mit: Karen Duve, Heinz Helle, Julia von Lucadou, Philipp Theisohn
Moderation: Lucas Marco Gisi

Philipp Theisohn, geboren 1974. Er studierte Neuere Deutsche Literatur, Mediävistik und Philosophie und ist Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Zürich, wo er unter anderem zum literarischen Zukunftswissen forscht.

Karen Duve, geboren 1961 in Hamburg. Sie ist freie Schriftstellerin und erhielt für ihr Schreiben zahlreiche Auszeichnungen, 2019 erhält sie den Solothurner Literaturpreis. Ihr dystopischer Roman «Macht» erschien 2017 bei Galiani.