Peter Waterhouse

Geboren 1956, lebt in Wien. (2009)

Oeuvres (Selection)

Krieg und Welt .
Jung und Jung Verlag, 2006

Die Geheimnislosigkeit.
1996

Die Schweizer Korrektur.
1995

2009

Auszug aus: passim

Jung und Jung Verlag, 2006

Peter Waterhouse' Dichtung ist eine Dichtung des Fragens, des Kreisens und Zweifelns. Das gibt durch eine Übersetzungsleistung in und durch Sprache und zwischen allen Sprachen dem Gang des Gedankens, dem Augenblick und den Augen und den Blicken Raum für Unterbrechungen und Veränderungen, das vermittelt die «zarte Materie» mit den «hard facts» unserer Leben.

De: Peter Waterhouse. Krieg und Welt . Jung und Jung Verlag, 2006

Die Erweiterung der Geschichte

Die Sprache heisst heute: Keiner. Das Zögern weitet sich aus.
Weit ist die Welt. Das enge Obst heisst in unserem Schweigen:
Glücklicher Obstgarten. Manche Formen der Stille
schmecken im Sommer sauer. Der Name des Sauren: Zu früh
gepflückt. Das Jahr wird erst süss mit unserem Zögern
(könnte süss werden, könnte süss werden
heisst der Gang der Geschichte). O, wie schön ist es
sprachlos den Sommer in den Herbst
zu schieben. Wie schieben wir weiter?
Wer schiebt uns?


Di, 24.05.09, 10:00

Lesung
Deutsch-Deutsche Lyrik-übersetzung mit Ulf Stolterfoht und Peter Waterhouse
Landhaus, Säulenhalle
Modération: Daniel Rothenbühler, Urs Engeler
1996

Aus: Gedichte und Teillösungen, in: Die Schweizer Korrektur

1995

De: Peter Waterhouse. Die Schweizer Korrektur. 1995

Wenn ich jetzt an den Bahnhof, den Nicht-Bahnhof denke, der kleinen Stadt oder des Rests Aquileia, habe ich gleich eine Vorfreude, möchte gleich dahin reisen, wo so gut wie alles erwartet, nichts sehenswert ist, jedenfalls keine Picasso-Sammlung in Saal 3, keine Berühmtheit, keine Raffinesse: Verkehr und Häuser in einer Ebene: und der Verkehr und die Häuser eine weitläufige Zeichnung, Abbildung einer ungewissen menschlichen Sache. Da sitzen und nichts können. Besser: da stehen und nichts können. Die körperliche Empfindung ist: Hand aufmachen. Mit offenen unendlichen Handinnenflächen stehen. Mit nichts in der Hand dastehen und da die Zeichnung lesen: den Plan der Linien in der Haut und der Linien in der Landschaft). Man kann die Zukunft nicht in die Hand legen. Sie ist nicht wie ein Stein oder ein Tisch. An die Zukunft denke ich an: an den Wind, Hauch, Atem, fahrende Wagen.

Di, 19.05.96, 11:00

Lesung
Landhaus, Landhaussaal
Modération: Urs Engeler