Amina Abdulkadir

Wörter gibt’s.  

«Wörter gibt’s.» meint ein Erstaunen über deren Existenz. «Wörter gibt’s.» meint ein Verteidigen derer Existenz. «Wörter gibt’s.» meint ein Benennen derer Existenz. Und diese Wörter, ob sie erstaunen, Verteidigung benötigen oder einfach nur sind, diese Wörter haben Sie hierher gebracht. Und sie haben mich hierher gebracht. Nicht irgendwelche Wörter, sondern Nell Zinks 988 Wörter zur Eröffnung der 41. Solothurner Literaturtage, arrangiert in 11 Abschnitten.  

Der Reihenfolge der Abschnitte folgend, habe ich aus jedem Abschnitt ein Wort gewählt, um neue Sätze zu bilden, meine Sätze zu bilden. Und so wurden Nell Zinks 988 Wörter meine 110. Und indem ich sie nun vortrage, werden sie zu unseren.    

Vor der Irrfahrt sitzt die Frau auch nach der Schweiz und ich spiele im Mund etwas Stimme.
Was ich über die Demokratie las war direkt, Schwester. Es könnte uns als Nachdenken Vorbild sein! Weil Rolle, Skizze und Randnotiz die Geheimnisse der Literatur trotz verschiedenen Neuerscheinungen nur durch Gefühl von Opfer zu Ich-Erzählerin übertragen.
Macht diese literarische Schönheit die Welt, die Erfahrung, die wir ohne Hoffnung, aber künstlerisch bloss begraben? Sie frustriert anklagen, sprechen «Lebendig oder nicht»?
Wirklichkeit ist nur lokale Kurzfassung, um eigener Stimme von Sprache, Freiheit zu erzählen.
Sie erzählt ohne, bei, von, mit, aus, über, für uns. Und ich wünschte ihr Elend, Missverständnisse und Stille. Uns die Bühne!  

Ond jetzt dänke Sie mol dröber noo, wasi met dem ha welle säge!