Severin Schwendener

geboren 1983, lebt in Müllheim

Weil ihm seine Mutter als Kind immer vorgelesen hat, schreibt Severin Schwendener heute selbst Bücher. In seinem ersten Jugendbuch geht es um ein brisantes Thema, um Umweltzerstörung. Und zwar so, dass einem niemals langweilig wird: Das Buch ist ein Kri­mi. Denn Lesen, davon ist der Doktorand am Institut für Verhaltensneurobiologie an der ETH Zürich über­zeugt, muss Spass machen und unterhalten, wenn es Jugendliche nachhaltig packen und ihnen immer wie­der neue Welten eröffnen soll.

«Angenommen, es hätte wieder merkwürdig gero­chen an dem Abend, als er verschwand. Glaubst du, er ist so neugierig, dass er trotz seiner Angst vor Hunden in den Garten eingestiegen ist?»
Eine Weile war es still, während Stéphane nach­dachte.
«Ja», sagte er dann, als ob er diesen Gedanken jetzt zum ersten Mal hätte, «ja, das kann ich mir durchaus vorstellen.»
Franziska nickte. Da war er, der erste Hinweis, den sie gesucht hatte. Irgendetwas, das erklären konnte, was geschehen war.
(Aus: Stilles Gift)

Falsche Freunde, Roman (Edition 8, 2006); Stilles Gift. Ro­man (Beltz 2009)

Moderation: Rico Engesser