Bruno Blume

geboren 1972 in Zug, lebt als Autor in Buchberg (Deutschland)

Wenn Bruno Blume für Kinder schreibt, steckt er ganz tief in ihren Köpfen drin und sieht die Welt mit einem Kinder- und einem Schriftstellerauge. Das kann sehr poetisch sein, wenn er sich ganz auf die Sprache einlässt. Und sehr witzig, wenn er das eigenartige Verhalten von Eltern – die manchmal einen ganzen Tag brauchen, um mit zwei Kindern aus dem Haus zu kommen – beschreibt. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass er sogar mit Ausserirdischen zurecht kommt. Zum Beispiel in seinem neuesten Buch „Gufidaun, Martin und die Ausserirdischen“.

Plötzlich versperrt ihm etwas den Weg! Dick und unförmig hopst es vor ihm auf und ab. Ein Arm deutet dabei immerzu auf Martin. Es sieht ganz so aus, als ob das dicke Ding etwas von ihm will. Aber was oder wer ist das? Ist das ein Mensch?
„Unmöglich”, denkt Martin, „so sieht doch keiner aus. Obwohl: Frau Lore hat mich heute auch schon für einen Außerirdischen gehalten.” Da dämmert es ihm: Dieses Wesen denkt wohl, es sei wie er.
„Chrzdi kodaigi!”
Was war das? Hat das Ding gesprochen?
Martin hat kein Wort verstanden. „Wie bitte?”, fragt er zögernd.

(Aus: Gufidaun)

Ein richtig schöner Tag. Illustr. von Jacky Gleich (Carlsen 2001): Mitten in der Nacht. Illustr. von Jacky Gleich (Fischer 2002); Ludwig Tieck, Der gestiefelte Kater. Illustr. von Jacky Gleich (Kindermann 2003); Die kleine Piratin und die neuen 13. Illustr. von Jacky Gleich (Fischer 2004); Tamara und die Liebe. Illustr. von Franziska Biermann (Altberliner 2005); Tamara und die Teufel. Illustr. von Franziska Biermann (Altberliner 2006): Wer liest, ist. Diverse Illustratoren (Hindorf 2006); Gufidaun, Martin und die Ausserirdischen. Illustr. von Jacky Gleich (Tulipan 2007)