Literatur aus dem Libanon

Nach den erfolgreichen Veranstaltungen mit Autorinnen und Autoren aus dem Iran 2003 und aus Jordanien 2006, führen wir die Reihe «Literatur aus dem arabischen Sprachraum» mit drei Literaturschaffenden aus dem Libanon fort.

An den Solothurner Literaturtagen 2007 sind folgende libanesischen Literaturschaffenden zu Gast:

 

Iman Humaidan Junis

geboren 1956, ist Soziologin und Journalistin in Beirut. Sie studierte Soziologie an der dortigen  Amerikanischen Universität und arbeitet seit 1989 als freie Mitarbeiterin für  Feuilletons verschiedener arabischer Tageszeitungen. Ausserdem wirkt sie an verschiedenen NGO-Projekten über  die Kriegsfolgen mit. Sie ist Mutter dreier erwachsener Kinder. Während des Bürgerkriegs verbrachte sie ein paar Jahre in Frankreich. Bisher hat sie zwei Romane und mehrere  Kurzgeschichten veröffentlicht.
Auf Deutsch erschienen bei Lenos, 2000 Wilde  Maulbeeren, Roman, übersetzt von Kristina Stock, über eine Kindheit und Muttersuche im  Libanon. Für Herbst 2007 ist im gleichen Verlag ihr Roman über den Bürgerkrieg B wie  Bleiben wie Beirut, übersetzt von Hartmut  Fähndrich, angekündigt.

Bleiben in Beirut - die libanesische Schriftstellerin Iman Humaydan über ihre Heimat
Seit Jahrzehnten wird der Libanon von Kämpfen erschüttert. Nach 25 Jahren Bürgerkrieg wurde er zuletzt Ziel von israelischen Angriffen. In «B wie Bleiben wie Beirut» erzählt die libanesische Schriftstellerin Iman Humaydan, wie der Krieg das Leben der Menschen prägt, Familien und Freundschaften zerstört, Liebe erstickt. Am 17. Mai 2007 ist sie zu Gast bei den Solothurner Literaturtagen. «kulturplatz» hat die Autorin vorab in Beirut getroffen und mit ihr über ihre Heimat gesprochen und warum sie dort bleiben will.

www.sf.tv/sf1/kulturplatz/index.php  

 

Hassan Dawud

geboren 1951, arbeitet als Journalist für die Zeitung al-Mustaqbal (Die Zukunft) in Beirut. Er studierte  arabische Literatur an der Libanesischen Universität in Beirut. 1983 erschien sein erster Roman Mathildes Appartementhaus. Auf Deutsch erschienen bei  Lenos, 2000 Der Gesang des Pinguins, Roman, übersetzt von Doris Kilias, über Kriegsfolgen, Aussiedlung, Veränderung der Innenstadt, soziale Entwicklung; Tage zuviel, Roman aus dem Libanon, übersetzt von Hartmut Fähndrich, 2002: Eine feine  psychologische Studie über das Altwerden.

Auf französisch erschien: L’immeuble de Mathilde; Des jours en trop.

 

Mohammad Abi Samra

geboren 1953 in Schabaa, lebt als  Lehrer und
Kulturjournalist in Beirut.

Muhammad Abi Samra  absolvierte die Schule für Pädagogik und studierte
Gesellschafts- und  Kulturwissenschaften In Beirut und in Lyon. 1985
emigrierte er wegen des Bürgerkrieges nach Lyon. In  Frankreich schrieb er
Anfang der neunziger Jahre seinen ersten Roman Pauline und ihre Phantome.
Drei weitere folgten: Der Mann von einst, Die Bewohner der Bilder und
Casablanca - Beirut ­- Kurdistan.